Gig Stories

Status Quo Gigs 1969-72

managed by Steve Mielnik

 

1969/Dezember

11. Anreise Bielefeld, Treffen im Haus Mielnik, später Zentralhotel Bielefeld

Am Abend vor dem Auftritt bringe ich der Band schon mal vorab 700 DM in die Gaststätte „Kutscherstuben“ unterhalb des Zentralhotels in Bielefeld, weil sie total pleite waren, damit sie ihre Rechnungen dort bezahlen können. Hier haben wir uns sehr stark angefreundet und beschlossen, dass ich für sie Auftritte in Deutschland und auf dem Kontinent arrangieren werde.

 

12. Bielefeld – Jugendheim Niedermühlenkamp

Toller Auftritt. Ich war vorher schon Fan dieser Band. Jetzt erst recht! Beim Soundcheck habe ich die legendäre grüne Fender Telecaster von Francis Rossi bei zwei Liedern spielen dürfen.

 

13. Emsdetten – Kolpinghaus

Francis hat sich eine fette Grippe eingefangen mit hohem Fieber. Im Backstagebereich (Kegelbahn) habe ich ihn mit Medizin und Umschlägen versorgt. Aus Decken und zusammengesuchten Materialien haben wir auf dem Boden einen Liegeplatz geschaffen. Der Auftritt war also mehr als gefährdet, aber er hat sich zusammengerissen und wollte die Band nicht im Stich lassen. Übrigens habe ich ab da alle Ansagen und Ankündigungen für die Band gemacht. In Emsdetten besonders, weil ich dort im englischen Krankenhaus geboren wurde. Mein Vater war damals dort stationiert.

 

14. Venlo/Holland – Disco/Kinosaal

Immer noch Fieber, aber geiles Publikum.

Zu dieser Zeit prägte ich den Ausdruck „Boogie-Rock“ und machte der Band den Vorschlag, ihren Sound und ihre Songauswahl zu ändern, weil ich als ziemlich erfolgreicher DJ Entwicklungen entstehen sah, so dass zu der Zeit die Bands immer härter wurden und gitarrenlastiger. Ich persönlich mochte nicht so sehr, wenn Keyboards – damals sprach man von Orgel und Klavier – so stark im Vordergrund waren. Als der Keyboarder Roy Lynes ausgestiegen war und im September 1970 die Tour anstand, war die Band unsicher ohne Keyboards. Ich habe sie bestärkt und beschworen als vierköpfige Gitarrenband weiterzumachen, weil dadurch mehr Freiräume für die Gitarren entstehen würden und Francis sich mehr als Sologitarrist in den Vordergrund spielen könnte, was meiner Meinung nach der Trend damals war. Und wir nannten unseren Sound dann „Boogie-Rock“. Ich hätte mir das patentieren lassen sollen. Ich betrachtete die Geschichte sowieso mehr als Freundschaft denn als Geldgeschäft. Ich schlug auch vor „Junior`s Wailing“ von „Steamhammer“ – eine Band die ich persönlich kennen gelernt hatte und betreute – als Opener zu nehmen und Alan war dann der Sänger. Live übrigens richtig klasse, als Studioaufnahme grotten-übel.

Ab den 70er Jahren war John bei jeder Tournee meistens bei mir und meiner jungen Familie in meiner Wohnung in Bielefeld zu Gast. Dort hatte ich ein Vier-Spur-Tonband von Teak, wo ich meine eigenen Lieder aufnahm. Diese spielte ich John auch vor. Vor allem die Art des stampfenden, rollenden Rhythmus gefiel ihm, der aus dem Boogie-Woogie-Shuffel, aus der Jazz-Szene kam und den ich vereinfacht und verrockt habe. Ich habe dann gesagt „It must be pounding like a train into the brain.“ Damit hätte die Band einen wieder erkennbaren Sound. John fand das gut, sprach mit Francis und Rick darüber und am Abend spielte ich das dann auf der legendären grünen Tele von Francis. In der Zeit zwischen 1969 und 1970:

Alan und ich saßen in Bielefeld im Hotel, während die anderen im "Drive In" waren. Gemeinsam haben wir aus meinen Ideen u.a. "Someone 's Learning" und "Something Going on in my Head " geschrieben. Alan nahm auch das Band mit den anderen sehr vielen Ideen mit nach Hause. Er wollte zuhause alles durchhören und ausarbeiten. Leider hat er es versäumt, mich als Mit-Autor anzugeben. Vor dem offizellen Erscheinen von: "Dog of two Head" bekam ich eine advanced Copy der LP. Meine Frau hat sofort die beiden Songs erkannt. Ich sprach mit Francis und Rick darüber. Wir wollten das alle mal untereinander klären. Es ist leider nie dazu gekommen. Das Geld hätte ich gerne gehabt.

 

1970/März

23. Sendenhorst – Bürgerhaus

Rappelvoll, tolle Stimmung.

 

24. Melle – Gasthaus Hohner

Beschwerden von Anwohnern, weil das Hotel in der Innenstadt war. Die Anwohner beschwerten sich über die Lautstärke. Die Polizei drohte das Konzert abzubrechen. Das Publikum war ziemlich aggressiv der Polizei gegenüber. Ich habe vom Mikrofon aus geschlichtet. Wir haben vereinbart etwas leiser zu spielen, was eigentlich gegen unser naturell war – und die Show abzukürzen.

 

25. Rheindalen – Englische Kaserne (Support: Love Affair)

Rheindalen war ein reines Heimspiel, denn dieser Stadtteil ist quasi England in Deutschland. Die Straßen haben dort englische Namen und das ganze Drumherum – auch das Publikum – waren rein britisch.

 

26. Erkelenz - Stadthalle (Support: Blitzkrieg)

Wir, die Band war schon vor Ort, mussten erschreckend feststellen, dass unsere Roadys noch nicht da waren, was sehr ungewöhnlich war. Normalerweise wäre schon alles aufgebaut gewesen, aber Melcom hatte Schwierigkeiten mit dem Laster. Die Vorband „Blitzkrieg“ wollte unbedingt den Auftritt retten und ihre Anlage zur Verfügung stellen. Das wollten wir eigentlich nicht und kurze Zeit später kam auch schon Melcom um die Ecke gezuckelt. Er hat sich schlichtweg verfahren, denn er war schon auf dem Weg zu unserem nächsten Gig in Dortmund. Der Auftritt hat sich zwar um zwei Stunden verschoben, aber er war noch gerettet. Leider konnte die Vorband dann nicht mehr auftreten.

 

1970/Mai - Juni

14. Bielefeld – Studio X

Eigentlich wäre es ein typischer Hoteltag zwischen zwei Gigs gewesen. Da es für eine Band immer besser ist zu spielen als herumzusitzen, habe ich mich um einen spontanen Auftritt für diesen Tag gekümmert. So kam es, dass wir an diesem Tag für 900 DM im Studio X gespielt hatten – ohne große Vorankündigung, nur mit Hilfe der Presse. Bei diesem Auftritt habe ich bei zwei Stücken die Mundharmonika mitgespielt.

 

16. Düsseldorf – Eisstadion „Joint-Meeting“ (Rock Festival u.a. Colliseum, Ginger Bakers Air Force, Free...)

Hier war ich persönlich sehr beeindruckt von der Logistik, die hinter so einem Rock-Festival steht, und auch so positiv überrascht über den Zusammenhalt der Roadies der verschiedenen Bands – besonders, wenn sie aus England kamen. Diese internationalen Superstars privat zu erleben, war für mich schon ein Highlight. Ich habe mich da mit Paul Rogers angefreundet, und mit seiner Band Free. Die habe ich dann ein paar Mal nach Deutschland rüber geholt, u.a. Bielefeld und einige Open-Air-Festivals. Besonders Ginger Baker (ex. „Cream“) ist mir in Erinnerung geblieben, der mit seiner Band „Air-Force“ mit dabei war. Am frühen Nachmittag vor dem Auftritt kam mir n der Nähe zwischen unserem Hotel und Bahnhof ein erschreckend abgewrackter, krummbuckeliger Mann entgegen, humpelnd, weil ein Absatz von seinen Highheels abgebrochen war, total vollgedröhnt – stoned. Er wusste nicht mehr wo sein Hotel gewesen war. Ich habe ihn dann zu seinem (unserem) Hotel gebracht.

 

07. Marl – Disco Metropol (ehem. Kino)

Mischung aus Diskothek und Kino war für uns ziemlich ungewöhnlich, we il auch zwischendurch Spielfilme gezeigt wurden in voller Länge. Der ganze Laden sah ziemlich „posh“ aus – sauber, gepflegt mit Licht und Kerzen. Hier hatten wir das Gefühl, wir wären fehl am Platz. Hier entstand auch die Idee für den Sound von „Gert und Ulla“. Der Song später ein riesen Hit für Status Quo als „Gerdundula“. Eine Zeit lang war das Lied "Gert und Ulla" ohne Titel. Es wurde gar nicht angesagt. Bis wir in Bielefeld in der Diskothek "Drive in", wo wir uns immer aufgehalten haben, Gert und Ulla kennen gelernt hatten. Er Zapfer und sie Bedienung. Ulla gehörte zum "Beuteschema" von Rick Parfitt – blond, schlank, langbeinig. Wir haben uns angefreundet. Und als Ulla schwanger im Krankenhaus lag, haben wir den beiden das Lied gewidmet. Der Titel war per Hand geschrieben. Ein Drucker hat ihn falsch gelesen und Gert und Ulla zusammengeschrieben. So ist der Titel "Gerdundula" entstanden.

Zur damaligen Zeit hatten wir ganz kleine 10 oder 12 Watt Verstärker zum Warmspielen. Melcom brachte eine LKW-Batterie mit der wir diese betrieben hatten. Dadurch entstand ein eigenartiger Gitarrensound bei einzelnen Tönen. So ähnlich wie ein verzerrter Dudelsack. Ich fand das dermaßen stark, dass ich Melcom gefragt hatte, ob er das auch auf der Bühne produzieren könnte. Er versteckte diese ganze eigenartige Konstruktion hinter den normalen Verstärkern. „Gerd und Ulla“ war unser Opener. Und es klappte sensationell. Die Band saß auf normalen Stühlen im Halbkreis. Was für eine Idee! Eine Rockband sitzt auf Stühlen im Halbkreis und fängt mit einem völlig atypischen Stück an wie „Gert und Ulla“, mit einem Sound, der nicht bekannt war. Wir haben uns nur angeguckt und waren begeistert.

 

08. Minden – Disco Studio M

Das was schon für Studio X gegolten hat in Bielefeld, galt auch für Studio M. Kleine Diskothek, aber ich kannte den Besitzer gut. Auch ein Macher, der über eine Anzahl von Tischen und Stühlen eine Bühne bauen ließ, extra für diesen Auftritt. Dadurch war die Raum schon halb voll mit Klamotten aber es hat Spaß gemacht. Es existiert noch ein Super 8 Film aus dieser Zeit. Auf dem Weg zum Gig von meinem Zuhause wollte John Coghlan unbedingt mein Auto fahren – einen alter VW Käfer. Auf der Autobahn irgendwo in Höhe Bad Oeynhausen fiel der Motor aus und es ging nichts ging mehr. Heute hat man ein Handy. Damals hatte man nichts. Wir sind über ein Feld gelaufen zu einem Bauernhaus, um zu telefonieren und bescheid zu sagen, dass wir hängen geblieben sind. Die Leute wissen bis heute nicht, dass der Schlagzeuger von Status Quo bei ihnen in der Wohnung war und mit ihnen getrunken hat. Wir gingen zum Käfer zurück und das verrückte Ding lief wieder. Bei diesem Auftritt habe ich bei den Zugaben(Bye Bye Johnny) die Mundharmonika mitgespielt.

 

09. Neumünster – Holstenhalle (Support: Brain Orger and the Trinity)

Starker Auftritt und Nachricht im Backstage, dass „Down the Dustpipe“ in die Top 20 gekommen ist. Darauf haben wir erst einmal Sekt getrunken und vor Freude wie kleine Jungs getanzt. Im Hotel waren wir noch so aufgekratzt, dass wir auf den Gängen durch Schlüssellöcher guckten und nicht leise waren, so dass wir kurz davor waren rausgeschmissen zu werden. Besonders Brain Oger und sein Gitarrist machten lauthals mit. Streaking war angesagt.

 

10. Lippstadt – Stadtfest

Ein Stadtfest wie andere auch. Der Marktplatz war voll. Auch hier spielte ich bei einigen Stücken Harp (Spinningwheel Blues und Bye Bye Johnny) Publikum ging unwahrscheinlich mit. Begeisterung beim Veranstalter.

 

11. Gifhorn – Stadthalle

Nach dem Auftritt erstaunlich viele Autogrammwünsche und besonders erfreut hat uns, dass wir nach der nächsten Single gefragt wurden. Wenn mich nicht alles täuscht, war das vor der Erscheinung von „Tune to the Music“. Nach diesem Auftritt sagte Francis im Backstage zu den anderen „Have you seen Steve Jaggering? Was f... brilliant“. Unsere Zugabe war nämlich „Bye, bye Jonny“ und ich bin wie Mick Jagger auf der Bühne herumgeflitzt. Hier entstand der Ausdruck „Jaggering“.

13. Rheinhausen – Rock auf dem Bauernhof (Support: Living Blues, Earth and Fire)

Am Morgen nach dem Gig, an einem grauen, regnerischen Tag und einem sehr bescheidenen tristen Hotel, sind wir beim Frühstück als Bob ein Stück verknittertes Knäuel Papier aus seiner Jeans zog. Darauf war der Text fast fertig von „Paperplane“. Dieser wurde dann in unserer Anwesenheit fertig geschrieben. Auf dem Rückweg gegen 4 Uhr morgen in Höhe Hamm-Rhynern starke Knallgeräusche, wie mit einem Maschinengewehr, das Auto schlingerte über beide Fahrbahnen. Zufällig fuhr diesmal nicht Bob oder John, sondern Francis den Wagen. Er war super ruhig in seinen Reaktionen und brachte das Fahrzeug zum Stehen. Wir haben bei beiden Reifen der rechten Seite über die Hälfte der gesamten Lauffläche bis auf den Stahlgürtel verloren. Wir hätten tot sein können. Gücklicherweise sind wir rumpelnd im Schritttempo bis zur Raststätte Rhynern gekommen. Der Tankwart hatte noch 2 !!! Reifen passender Größe auf Lager und konnte diese uns vor Ort aufziehen. Glück im Unglück!

15. Herford – Skala „Jaguarclub“ Support DJ Steve Young.

Eigenveranstaltung mit hohem Risiko. Dank Unterstützung von BFBS in der Werbung, kamen doch noch ca. 300 Leute. Fantastische Stimmung.

 

1970/September

10. Menden – Disco Tiffany

Spontaner Auftritt in einer kleinen Diskothek. Der Besitzer hat uns live gesehen in Dortmund. Ca. 60- 70 Leute. 900 DM haben wir gerne mitgenommen. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht, weil der DJ ohne unser Wissen uns live mitgeschnitten hatte. Er hat uns das Band geschenkt und es waren ganz tolle Aufnahmen darauf. Hier war die Idee geboren, auch mal Live-Aufnahmen zu veröffentlichen. Damit kam der wahre Charakter der Band eigentlich erst durch.

 

12. Lüneburg – Nordlandhalle

Auf dem Weg dorthin hatten wir Probleme durch die Innenstadt zu fahren, weil uns überall Umleitungsschilder fast verrückt gemacht haben. Wir waren mit unserem Bentley – so eine Art Rolls-Royce, weinrot – unterwegs. Irgendeiner machte dann immer den Spruch im Auto „Oh, Umleitung again!“. Auf der Bühne sagte Francis zu einem Song, den wir spielen wollten „Hier ist ein Lied ohne Titel.“ Daraufhin habe ich ihm laut zugerufen „Nein, wir haben einen Titel. Dieser Song heißt ‚Umleitung’!“.

 

15. Hamburg-Sasel – Cheyenne-Club

Ich machte Warm-up-Support (Steve Young DJ)

 

16. Itzehoe – Cheyenne-Club

Ziemlich kleiner Club mit ca. 120-150 Leuten. Hier spielte ich bei der Zugabe mit Bob die Harp. Er rechts der Bühne ich links neben Alan.

 

17. Heide – Rote Grotte

Die Band war schon da, nur die Anlage fehlte. Der Laden war rappelvoll. Unsere Roadies waren nicht da mit dem Truck. Um die Stimmung zu retten, machte ich den Show-DJ, was sehr gut ankam. Sehr spät abends fuhr ein Bauer mit seinem Trecker vor, im Schlepp unseren 7,5 Tonner Bentley-Truck mit Motorschaden. Mit ganz vielen Helfern war die Anlage ruck-zuck ausgeladen und mit zwei Stunden Verspätung konnten wir loslegen. Den Bentley haben wir da stehen lassen. Er blieb jahrelang dort stehen. Und ich hatte Ärger mit der Polizei und dem Ordnungsamt.

 

24. Bielefeld – Englische Kaserne 10th Regt. Cookhouse

Unser weißer Vauxhall-PKW hatte Motorprobleme. Wir waren an der richtigen Stelle. Die englische Werkstatt half uns aus. Danach konnten wir beruhigt spielen. Endlich wieder englisches Essen!

 

1970/November

16. Kaldenkirchen-Nettetal – Roxy

Viele Holländer. Geile Stimmung. Am nächsten Tag fuhren wir los ohne die Übernachtungen sowie das Essen zu bezahlen. Wir haben quasi die „Zeche geprellt“.

 

17. Rheydt bei Mönchengladbach – Flashlight

Vor dem Auftritt besuchten mich meine Mutter und mein Vater (er war in der englischen Armee in der Nähe stationiert) im Backstage. Auch als der Wirt und seine Frau vom Roxy aus Kaldenkirchen mit Polizei auftauchten, um die Rechnung vom Vorabend zu begleichen. Bob meinte, ich hätte bezahlt und ich meinte Bob hätte bezahlt. So ist das entstanden. Ein peinliches Missverständnis. Support (DJ Steve Young)

 

19. Edemissen bei Peine – „La Salle“ (ehem. Kino)

Als Steve Young DJ machte ich den Opener – nur mit Mundharmonika und Gesang –, ließ mir etwas einfallen und es kam super an. Dann noch DJ. Nach dem Auftritt – während des Einladens der Anlage – rief Melcom der Roadie mich zur Hilfe, weil irgendjemand einen Verstärker aus dem LKW geklaut hatte. Wir haben die Täter dann geschnappt und es gab was auf die Fresse.

 

26. Hannover – „Popcenter Mülltonne“

Hier gab es Tee und Kekse, die komisch schmeckten und uns richtig schwindelig machten. Uns hat man dann erzählt, sie wären alle mit Hasch gebacken gewesen. Hier trafen wir die Scorpions (am Anfang ihrer Karriere) in einem der vielen Räume im Backstage.

 

1971/Juni

03. Hameln – Take Five

Die Vorband aus Holland war nicht da. Ich habe die DJ Steve Young-Show gemacht und mit Mundharmonika und Gitarre ein kleines Vorprogramm.

 

08. Kaunitz-Verl – Ostwestfalenhalle (Support: Golden Earring)

Als es darum ging wer zuerst auftritt, war zur Überraschung aller Francis dafür, als erste aufzutreten. Sein Slogan war ab da: „Die erste Band können sich die meisten merken und hinterlässt oftmals den stärksten Eindruck. Außerdem sind wir früher im Hotel und können da noch was unternehmen“.

 

1972/Januar

29. Menden – Gasthaus Rodenberger Hof

Nach dem Auftritt im Hotel liegt Bob in der Badewanne. Ich komme rein und sehe, wie er ein Shampoo benutzen will, ohne das Etikett zu lesen. Es ist aber ein Haarfärbemittel, Farbe: tiefschwarz. Ich musste ihm das sofort auswaschen. Kurze Zeit später: Wo ist Rick? Rick war zum wiederholten Mal nackt auf der Straße. Es gab schon Ärger im Hotel. Ich musste ihn wieder „einfangen“.

 

31. Hamburg – Musikhalle (mit T-Rex)

Marc Bolan wurde ausgepfiffen als er sich mit seiner Akustikgitarre auf die Bühne setzte und alleine spielte.

 

1972/Februar

Münster– Münsterlandhalle (mit T-Rex)

Das selbe passierte Marc Bolan hier wieder. Trotzdem hatten wir viel Spaß mit ihm im Backstage. Er war ein netter Kerl.

 

Aufzeichnungen Steve Mielnik 5/2007